Die zehn schönsten Aussichtspunkte Indonesiens
Indonesien ist ein Land aus 17.000 Inseln, die sich entlang des Äquators reihen, und sein Aussichtsinventar spiegelt diesen Massstab: aktive Vulkane entlang des Sunda-Bogens, Kalksteinkarst, der aus türkisem Wasser aufsteigt, terrassierte Reislandschaften, geprägt durch ein Jahrtausend menschlicher Bewirtschaftung, und tropische Küstenpanoramen in allen Tonarten. Die folgenden zehn proben den Archipel, statt ihn zu erschöpfen.
1. Krater des Bromo, Ostjava — 2.329 m
Das Tengger-Massiv in Ostjava trägt fünf Vulkankegel in einer Sandmeer-Caldera von zehn Kilometern Durchmesser. Der Krater des Bromo (2.329 m) ist der zugänglichste. Der kanonische Blick führt in der Morgendämmerung vom Penanjakan (2.770 m) übers Tenggerische Sandmeer auf Bromo, Batok und Semeru. Jeeptouren ab Cemoro Lawang starten um 03:30; das Sonnenaufgangs-Fenster ist kurz.
2. Pura Lempuyang — Tor des Himmels, Bali
Die Tempelanlage von Lempuyang an den Osthängen Balis rahmt den Mount Agung (3.142 m) durch ihr gespaltenes Tor (candi bentar) in einer der meistfotografierten Kompositionen Südostasiens. Das offizielle Spiegelreflexionsfoto wird inszeniert: Ein Helfer hält ein Glasstück unter das Objektiv. Bereits um 05:30 in der Warteschlange sein; die Menge wächst den Morgen über stetig.
3. Padar-Aussichtspunkt, Komodo-Nationalpark
Der Aussichtspunkt über der Insel Padar im Komodo-Nationalpark blickt auf drei sichelförmige Buchten — eine mit weissem, eine mit schwarzem vulkanischem Sand und eine mit rosafarbenem Sand aus zerbrochener Koralle. Der 30-minütige Aufstieg vom Bootsanlegeplatz ist steil und exponiert; Wasser mitnehmen, früh starten. Die Komposition gehört zu den kanonischen Bildern Indonesiens.
4. Mount Batur — Sonnenaufgangswanderung, Bali — 1.717 m
Den Mount Batur in Nord-Zentral-Bali besteigt man nachts, um vom Gipfel den Sonnenaufgang zu sehen. Der zweistündige Anstieg im Dunkeln vom Dorf Toya Bungkah erreicht den Kraterrand gegen 05:30. Sonnenaufgang über Mount Abang und Mount Agung im Südosten ist die kanonische Bali-Aufnahme. Guides sind Pflicht; die Lavafeld-Landschaft beim Abstieg ist für sich beeindruckend.
5. Reisterrassen von Tegallalang, Ubud, Bali
Die terrassierten Reisfelder nördlich Ubuds (Tegallalang und Jatiluwih — letzteres UNESCO-Welterbe) treppen sich im traditionellen Subak-Bewässerungsmuster hinab. Tegallalang ist der zugänglichere Aussichtspunkt, mit Plattformen über den Terrassen und Wegen in sie hinein. Am fotogensten sind die Terrassen in der grünen Wachstumsphase (Dezember-Februar); die goldene Halmphase vor der Ernte (März-April) ist ein anderes Bild.
6. Mount Rinjani — Segara-Anak-Kratersee, Lombok — 2.000 m
Der Mount Rinjani (3.726 m) auf Lombok enthält auf 2.000 Metern einen Kratersee (Segara Anak, "Kind des Meeres") mit einem kleinen aktiven Kegel (Mount Baru Jari), der darin wächst. Der Aussichtspunkt über dem Kraterrand (Sembalun-Route) wird am zweiten Tag einer typischen Dreitagestour erreicht. Die Farbe des Kratersees und der Kontrast zu den Vulkanwänden sind die visuelle Signatur.
7. Wae Rebo — Dorfaussicht, Flores
Wae Rebo ist ein traditionelles Manggarai-Dorf im Hochland von Flores mit sieben markanten kegelförmigen Häusern (Mbaru Niang), kreisförmig angeordnet. Der Aussichtspunkt über dem Dorf, erreichbar nach der vierstündigen Wanderung von Denge hinauf, rahmt die sieben Dächer vor dem umgebenden Wald. Das Dorf ist bewohnt und unterhält ein Homestay-Programm; eine Übernachtung ist die authentische Erfahrung.
8. Mount Merapi — Kaliurang, Yogyakarta
Der Mount Merapi (2.930 m) ist einer der aktivsten Vulkane der Welt; sein Gipfel ist für Besucher gesperrt. Der Aussichtspunkt bei Kaliurang und der Beobachtungspunkt Bukit Klangon an der Südflanke bieten sichere Distanzen, um den Vulkan zu beobachten. Der Ausbruch von 2010 forderte 353 Tote; die Lahar-Bahnen die Südflanke hinab sind von den Aussichtspunkten sichtbar.
9. Raja Ampat — Aussichtspunkt Pianemo, Westpapua
Der Archipel Raja Ampat in Westpapua ist einer der marinen Biodiversitäts-Hotspots des Planeten. Der Aussichtspunkt Pianemo (eine halbe Stunde Aufstieg vom Bootsanleger) blickt auf ein Labyrinth aus Karstinseln in türkisem Wasser — das kanonische Raja-Ampat-Bild. Bootszugang von Waisai (regionale Hauptstadt); mehrtägige Liveaboards sind die übliche Organisation.
10. Mount Ijen — Kawah Ijens blaue Flammen, Ostjava — 2.386 m
Der saure Kratersee des Ijen enthält den schwefelsäurereichsten Kratersee der Welt. Nachts entweicht brennender Schwefelgas aus den Ventilen am Krater und erzeugt eine nur im Dunkeln sichtbare blaue Flamme. Der Nachtaufstieg (Start gegen 01:00) erreicht den Kraterrand und steigt mit Guide ins Innere ab. Die blauen Flammen enden bei Sonnenaufgang; der Tagblick auf den türkisen Kratersee ist ein anderes Bild.
Indonesische Aussichten planen
Indonesiens Distanzen sind gross: Eine Reise konzentriert sich typischerweise auf Java/Bali, die Kleinen Sundainseln (Lombok-Flores-Komodo), Sumatra oder Ostindonesien (Sulawesi, Papua). Die interaktive Karte zeigt Vulkanalarmstufen neben den Aussichtspunkten, da mehrere der Einträge oben aufgrund vulkanischer Aktivität zeitweise gesperrt sind.