Top 10 Aussichtspunkte in den norwegischen Fjorden
Die norwegischen Fjorde sind eine 200 Kilometer breite vertikale Landschaft, geformt vom pleistozänen Eis. Die Aussichtspunkte über ihnen — Kragplattformen, Strassengipfel und erwanderte Hochebenen — liegen entlang der Westküste zwischen Stavanger und Trondheim. Diese zehn decken die vier meistfotografierten Fjordsysteme und einen arktischen Aussenpunkt ab.
1. Stegastein, Aurlandsfjord — 650 m
Eine 30 Meter weit auskragende Plattform an der Aurlandsvegen-Panoramastrasse, direkt über einen schmalen Arm des Sognefjords. Glasgeländer am vorderen Rand. Mit dem Auto erreichbar (Schneestrasse von Mai bis Oktober geöffnet). Die Aussicht in der Abendsonne westwärts in die seewärtige Fjordöffnung gilt als einer der architektonisch gelungensten Aussichtspunkte des Landes.
2. Dalsnibba, Geirangerfjord — 1.476 m
Höchster mit dem Auto erreichbarer Aussichtspunkt über dem Geiranger-UNESCO-Fjord, erreicht durch die Mautstrasse Nibbevegen (20 km vom Dorf). Schnee bleibt bis Juni. Das Panorama südwärts in die volle Tiefe des Geirangerfjords mit den Sieben Schwestern und dem Freier-Wasserfall ist die klassische Komposition. Geöffnet von Mai bis Anfang Oktober.
3. Flydalsjuvet, Geirangerfjord — 314 m
Der niedrigere der beiden Geiranger-Strassenaussichten mit einer kleineren Kragplattform 314 Meter über dem Dorf. Am schönsten am späten Nachmittag, wenn die Sonne den Fjord entlang scheint. Fünf Minuten Fussmarsch vom Parkplatz.
4. Ørnesvingen (Adlerkurve), Geirangerfjord — 620 m
Die elfte Haarnadelkurve der Ørnevegen-Strasse hinunter nach Geiranger. Eine kleine Plattform blickt auf die Sieben Schwestern und die Fjordmündung. Die Kombination aus Wasserfall, Strassenkurve und Fjordtiefe in einem Bild ist einzigartig.
5. Trollstigen-Plattform, Romsdal — 850 m
Auskragende, glasverkleidete Plattform am Gipfel der Trollstigen-Panoramastrasse, mit Blick auf elf Haarnadelkurven und den 320 Meter hohen Stigfossen-Wasserfall. Asphaltierter Zugang vom oberen Parkplatz. Im Winter geschlossen; Mitte Mai bis Anfang Oktober offen.
6. Preikestolen, Lysefjord — 604 m
Flache Felsplattform 604 Meter über dem Lysefjord mit 25 x 25 Meter horizontaler Felsfläche. 8 km Rundwanderung (4-5 Stunden, 334 Höhenmeter) ab der Lodge. Meistbesuchte Naturattraktion Norwegens. Am besten im Morgengrauen, bevor die Menschenmassen kommen.
7. Reinebringen, Lofoten — 442 m
Über dem Fischerdorf Reine im Lofoten-Archipel. Steinstufiger Aufstieg von 1,8 km mit etwa 400 Höhenmetern. Der Blick südwärts über die gezackten Granitgipfel von Moskenesøy mit roten Rorbuer-Hütten auf winzigen Inseln in tiefblauen Buchten ist das klassische Lofoten-Bild.
8. Veslehødn, Aurland — 1.400 m
Das Hochplateau über dem Aurlandsfjord, zu Fuss von der Schneestrasse erreichbar. Blick in beide UNESCO-Fjorde (Aurlands- und Nærøyfjord). Anspruchsvolle Wanderung mit 500 Höhenmetern auf grobem alpinem Gelände. Am besten Juli-August.
9. Romsdalseggen-Grat, Romsdal — 1.500 m
Eine Zehn-Kilometer-Gratüberschreitung auf 1.000-1.500 Metern über dem Romsdal-Tal. Blick auf den Trollveggen (Europas höchste senkrechte Felswand) und den Romsdalfjord. Vom DNT als T3 bewertet. Sechs bis acht Stunden in eine Richtung; Shuttle-Rücktransport ab Vengedalen.
10. Husfjellet, Senja — 635 m
Nördlicher Aussenpunkt auf der Insel Senja. Der Gipfel blickt südlich auf gezackte Küstengipfel und den Mefjord, dann nördlich über das offene Norwegische Meer. Drei Stunden Rundwanderung. Arktisches Sommerlicht von Mitte Mai bis Ende Juli.
Auf der Karte erkunden
Die Fjordaussichten gruppieren sich in drei Regionen: Rogaland (Preikestolen, Lysefjord), Sogn und Fjordane (Aurland, Geiranger, Trollstigen) und Lofoten/Senja in der Arktis. Filtern Sie auf der interaktiven Karte nach Höhe, Strassensaison und Wanderschwierigkeit.