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Top 10 Aussichtspunkte in Portugal

Portugal bietet einen unerwarteten Reichtum an Aussichtspunkten: die städtischen Miradouros Lissabons auf den Sieben Hügeln, die Atlantikklippentürme Madeiras und der westlichsten Festlandküste, mittelalterliche Burgzinnen mit Alentejo-Tiefebene und Strassen im Hinterland, die in verwitterte Granitberge führen. Das Land ist klein genug, dass sehr verschiedene Panoramatypen innerhalb weniger Stunden Fahrtzeit kombinierbar sind.

1. Palácio da Pena und Cruz Alta, Sintra

Der Palácio da Pena auf 452 Metern in der Serra de Sintra ist einer der bekanntesten romantischen Palastbauten Europas. Von der Cruz Alta, dem höchsten Punkt der Serra (529 m, 20 Minuten Fussmarsch vom Pena-Palast), blickt man über den Atlantik (9 km entfernt), das Tejo-Mündungsgebiet, Lissabon und bei klarer Sicht über 150 Kilometer Küstenlinie. Tagesausflug von Lissabon per Comboio (40 Minuten Sintra-Linie ab Rossio). Hochsaison-Eintritte für den Pena-Palast online vorbuchen.

2. Miradouro de Santa Catarina, Lissabon

Das Miradouro de Santa Catarina auf dem Bairro Alto liegt auf einem der sieben Hügel Lissabons und bietet Blicke über den Tejo, die Brücke 25 de Abril (ähnlich der Golden Gate Bridge) und das Christ-König-Denkmal (Cristo Rei) am anderen Ufer. Der Aussichtspunkt ist kostenlos und ganzjährig zugänglich; er ist einer der entspannteren Miradouros der Stadt, weniger touristisch als São Pedro de Alcântara oder Portas do Sol.

3. Miradouro de São Pedro de Alcântara, Lissabon

Der Miradouro de São Pedro de Alcântara liegt an der Spitze der Elevador da Glória und bietet einen freigerahmten Blick über die Baixa, die Burg São Jorge und den Tejo. Ein ausführliches Panorama-Schild benennt alle sichtbaren Stadtdenkmäler. Kostenlos, ganzjährig; Standseilbahn Glória fährt regulär (Carris-Ticket).

4. Miradouro da Senhora do Monte, Lissabon

Das Miradouro da Senhora do Monte ist der höchste der klassischen Lissabonner Aussichtspunkte (221 m) und bietet den weitreichendsten Stadtblick: die Alfama, São Jorge, Graça, das Tejo-Mündungsgebiet und am Horizont die Serra de Arrábida. Keine Standseilbahn; Tuk-Tuk oder Fussmarsch durch Graça. Sonnenuntergang nach Westen ist von hier aus mit einem direkten Atlantik-Farbenspiel über dem Tejo verbunden.

5. Pico do Areeiro, Madeira

Pico do Areeiro (1.818 m) ist der dritthöchste Gipfel Madeiras und per Strasse befahrbar — einer der wenigen über 1.800 Meter hohen Aussichtspunkte Westeuropas ohne Seilbahn. Von der Gipfelterrasse sieht man, wenn die Wolkendecke unter dem Gipfel liegt, ein Wolkenmeer über dem Atlantik und die Gipfel des Pico Ruivo (1.862 m) in unmittelbarer Nähe. Wanderweg zum Pico Ruivo (9 km einfache Strecke, T3): Wolken kommen und gehen schnell; gute Kleidung für alle Bedingungen mitnehmen.

6. Cabo da Roca, Sintra-Cascais-Naturpark

Cabo da Roca (140 m) ist der westlichste Festlandpunkt Europas (9°30'W) und bietet Blicke auf den offenen Atlantik nach Westen, ohne Landmasse bis zur amerikanischen Küste. Das ikonische Foto zeigt den Leuchtturm auf dem Klippenrand. Per Bus (Carris) von Sintra oder Cascais in 40 Minuten erreichbar; Eintritt kostenlos. Zertifikate des westlichsten Punktes im Besucherzentrum erhältlich.

7. Mirador Vasco da Gama, Belém, Lissabon

Der Aussichtspunkt über dem Torre de Belém-Gebiet — am besten von den öffentlichen Gartenanlagen des Padrão dos Descobrimentos (Monument der Entdeckungen) — bietet Blicke flussaufwärts auf das Tejo-Panorama, das Kloster Jerónimos und flussabwärts Richtung Brücke 25 de Abril. Das Padrão dos Descobrimentos-Dachterasse (26 m) ist gegen Eintritt zugänglich und bietet den direktesten Flussblick.

8. Castelo de Marvão, Alentejo

Die Burgzinnen von Marvão (862 m) auf einem Felsstock im nordöstlichen Alentejo bieten einen 360-Grad-Blick über die Alentejo-Hochebene, die spanische Extremadura am Horizont und die Serra de São Mamede. Die Ortschaft Marvão selbst (weniger als 200 Einwohner) ist eine der am besten erhaltenen Burgstädte der iberischen Halbinsel. Anfahrt von Évora (90 km) oder Portalegre (22 km); keine öffentlichen Verkehrsmittel direkt.

9. Monsanto, Beira Baixa

Das Dorf Monsanto (760 m) im südlichen Zentralportugal ist um Granitfelsen herum gebaut; die Häuser sind zwischen Felsbrocken eingeklemmt und auf Felsbrocken gebaut. Von der Burgzinne auf dem Gipfel blickt man über die Beira-Baixa-Ebene bis zu den Estrela-Bergen im Norden. Die Ortschaft wurde 1938 offiziell zur "portugiesischsten aller Dörfer" erklärt; touristisch, aber immer noch aussergewöhnlich in der Atmosphäre.

10. Évora-Monte, Alentejo

Die mittelalterliche Burg von Évoramonte (475 m) auf einem Hügelkegel inmitten des Korkeichen-Alentejo bietet Aussichten über das weisslichgelbe Tiefland des südlichen Alentejo mit seinen Olivenhainen, Korkeichenwäldern und dem Horizont bis nach Évora (35 km). Die Burg ist vom Dorf Évoramonte per Fussmarsch in 5 Minuten erreichbar; einer der ruhigsten Aussichtspunkte des Alentejo.

Portugal für Aussichtspunkte planen

Lissabons Miradouros (2-4) lassen sich in einem Halbtagsspaziergang verknüpfen. Sintra und Cabo da Roca bilden einen Tagesausflug. Madeiras Pico do Areeiro erfordert einen separaten Inselflug. Die interaktive Karte zeigt alle Standorte mit Zugangstyp und Regionalfilter.