Die zehn schönsten Aussichtspunkte Thailands
Thailands Aussichtsgeografie zerfällt in drei Teile: die Karst- und Inselwelt der Andamanischen Südküste, das grüne Hügelrückgrat des Nordens bis zur burmesischen Grenze und die Tempel-und-Fluss-Ebenen der Mitte. Das Land belohnt sowohl Anstrengung als auch Bequemlichkeit — manche der besten Ausblicke liegen fünf Minuten vom Hotelpool entfernt; andere verlangen einen Sonnenaufgangs-Aufstieg in einer Hitze, die erst im Oktober nachlässt.
1. Phra-Nang-Hügel, Krabi
Der 600-Stufen-Aufstieg über Railay Beach beginnt unmarkiert vom Lagunenpfad hinter der Phra-Nang-Höhle. Die erste Hälfte ist in der Regenzeit eine Schlammrutsche und ganzjährig eine seilversicherte Kraxelei. Die Belohnung ist ein Rundumblick über die Andamanensee, die Tonsai-Klippen und Phi Phi am Horizont. Am besten zur späten Goldenen Stunde; für den Abstieg eine Taschenlampe mitnehmen.
2. Doi Suthep, Chiang Mai
Der Wat Phra That Doi Suthep auf 1.073 Metern über Chiang Mai wird über eine 13 Kilometer lange Bergstraße oder 309 Naga-Treppenstufen vom oberen Parkplatz erreicht. Die Aussichtsterrasse neben dem Tempel überblickt das ganze Ping-Tal mit dem Stadtraster darunter. Die Dämmerung lässt Nebel im Tal stehen; der Sonnenuntergang taucht das Chedi des Tempels in weiches Gold.
3. Aussichtspunkt Phi Phi Don, Krabi
Der 186 Meter hohe Kalksteinrücken zwischen den Buchten von Ton Sai und Loh Dalum ist ein steiler 20-Minuten-Aufstieg auf Betonstufen. Das klassische Motiv — zwei Buchten, durch eine schmale Landenge verbunden, mit Phi Phi Leh am südlichen Horizont — ist die meist gedruckte Postkarte der Andamanen. Im ersten Tageslicht hingehen; ab neun füllen die Tagesausflügler die Plattformen.
4. Khao Rang Hill, Phuket-Stadt
Der 200 Meter hohe Hügel über Phukets Altstadt ist über eine asphaltierte Straße oder einen kurzen Pfad erreichbar. Die Aussicht umfasst das alte sino-portugiesische Viertel, die Ostküste Phukets und den Hafen in Richtung Phang-Nga-Bucht. Weniger berühmt als die Aussichten der Südküste, aber ehrlicher lokal — die Einheimischen kommen ebenso wegen der Nudelstände wie wegen der Aussicht.
5. Doi Inthanon — Gipfel, Provinz Chiang Mai
Thailands höchster Punkt auf 2.565 Metern liegt in einem Nationalpark zwei Stunden südlich von Chiang Mai. Der Gipfel selbst ist bewaldet, aber die nahen Zwillings-Chedis (Naphamethinidon und Naphaphonphumisiri) stehen auf einem offenen Grat mit gepflegten Gärten und weiter Sicht über die Täler von Mae Hong Son. Eine warme Schicht mitnehmen — im Januar können es 12 °C sein.
6. Wat Saket — Goldener Berg, Bangkok
Der 318-Stufen-Aufstieg auf den Goldenen Berg im alten Bangkok endet an einem kleinen Chedi auf 79 Metern über den umliegenden Gassen. Der Blick umfasst die Rattanakosin-Insel, den Chao Phraya und die moderne Skyline dahinter. Sonnenuntergang an einem klaren Novembertag ist der kanonische Besuch; zum Loy-Krathong-Fest wird die gesamte Treppe mit Lampions erleuchtet.
7. Aussichtspunkt Khao Luang, Sukhothai
Der 350 Meter hohe Kalksteinkegel östlich des Geschichtsparks Sukhothai ist eine 30-minütige Kletterei zu einer kleinen Terrasse über den Ruinen der alten Hauptstadt. Die Aussicht ist weniger fotografiert als die Tempelareale selbst, aber die Perspektive — Chedi nach Chedi gegen das Reisfeldraster — erklärt das Layout des Sukhothai des 14. Jahrhunderts.
8. Pai Canyon, Provinz Mae Hong Son
Die erodierten Sandsteingrate 8 Kilometer östlich von Pai bilden ein messerscharfes Pfadnetz über 50-Meter-Abstürze. Es gibt kein Geländer; der schönste Abschnitt ist eine 200-Meter-Querung zu einem kleinen Vorsprung mit freier Sicht westwärts zur burmesischen Grenze. Der Sonnenuntergang färbt den Fels orange, und die Menge dünnt nach Lichtschluss aus.
9. Koh Lanta — Aussicht im Mu-Koh-Lanta-Nationalpark
Die Südspitze von Koh Lanta Yai endet in einem kleinen Nationalpark mit Leuchtturm und 100 Meter hoher Grat-Wanderung. Der Aussichtspunkt über dem Leuchtturm öffnet sich zur offenen Andamanensee nach Süden und Westen, mit Koh Rok an klaren Tagen 30 Kilometer offshore. Mit dem kleinen Strand darunter kombinieren; Eintritt für ausländische Besucher am Tor zahlen.
10. Doi Pha Tang, Provinz Chiang Rai
Der Klippenaussichtspunkt an der laotischen Grenze auf 1.635 Metern ist der kanonische Ort für ein "Wolkenmeer" in Nordthailand. Von November bis Februar füllen Inversionen das Tal unter der Klippe, und das Dorf Pha Tang lugt über die Wolken. Die Zufahrtsstraße ist asphaltiert, aber steil; in den feuchten Monaten ist ein Allradler ratsam.
Eine thailändische Aussichtsreise planen
Das Zwei-Jahreszeiten-Klima teilt das Aussichtsreisen scharf: November bis Februar ist trocken, klar und kühl im Norden; März bis Oktober schwankt zwischen heiß, nass und oft trübe von der Brandsaison. Die interaktive Karte zeigt die zehn Punkte oben neben Thailands dichterem Netz an Tempel-, Hügel- und Insel-Aussichten.