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Die zehn schönsten Aussichtspunkte auf Madeira

Madeira ist vulkanischer Basalt, der 1.800 Meter senkrecht aus dem Atlantik steigt, und die daraus folgende Topografie ist nahezu vollständig Aussichtspunkt. Das portugiesische Wort miradouro für "Aussichtspunkt" steht auf der lokalen Beschilderung alle paar Kilometer. Die folgende Liste ist eine kuratierte Route über die Insel, die Gipfel, Klippenränder, Levada- Plattformen und einen städtischen Aussichtspunkt über Funchal verbindet.

1. Cabo Girão Skywalk, Câmara de Lobos — 580 m

Der Skywalk Cabo Girão liegt an Europas zweithöchster Meeresklippe (580 m) und der höchsten Kontinentaleuropas. Die 2012 erbaute Glasbodenplattform schiebt sich über die Klippenkante hinaus — und zeigt zwischen den eigenen Füssen die kleinen Bananenterrassen auf dem Strand 580 Meter darunter. Frei zugänglich; Shuttle aus Câmara de Lobos.

2. Pico do Arieiro, Zentralmadeira — 1.818 m

Madeiras dritthöchster Gipfel, per Strasse erreichbar, mit Observatorium und einer kleinen Kapelle auf der Spitze. Vom Gipfel überblickt man die zentrale Kordillere südwärts zum Pico Ruivo (höchster Gipfel, 1.862 m). Der Wanderweg zwischen Arieiro und Ruivo (PR1, 12 km Rundtour) ist die kanonische Hochlandwanderung Madeiras. Über-Wolken-Inversionen sind häufig.

3. Miradouro do Ninho da Manta, Pico do Arieiro

Das "Bussardnest" liegt knapp unterhalb des Gipfels des Pico do Arieiro, erreichbar in zehn Minuten Fussweg entlang der Ostflanke des Grats. Der Blick fällt 600 Meter ins Quellgebiet des Ribeira Brava-Tals — und häufig sieht man die Madeira- Bussarde (manta) unterhalb der Augenhöhe kreisen.

4. Cabo Girão — Levada-Zugang, Câmara de Lobos

Die Levada do Norte verläuft mehrere Kilometer am oberen Rand der Cabo-Girão-Klippe. Der Fussweg vom Miradouro zu den westlichen Aussichtspunkten (Quinta Grande) ist ein sanfter Höhenweg entlang des Bewässerungskanals mit ständigem Klippenrandblick. Der Weg führt weiter bis Estreito de Câmara de Lobos.

5. Pico Ruivo — Gipfel — 1.862 m

Madeiras höchster Gipfel, nur zu Fuss erreichbar vom Parkplatz Achada do Teixeira (90 Minuten einfach) oder vom Pico do Arieiro (3 Stunden einfach). Die Gipfelhütte bietet Unterstand und einfache Verpflegung. Die 360-Grad-Sicht umfasst die gesamte Insel, mit den Desertas-Inseln an klaren Tagen im Südosten sichtbar.

6. Miradouro do Véu da Noiva, Seixal, Nordküste

Der Wasserfall "Brautschleier" an der Nordküste Madeiras fällt direkt von der Klippenkante in den Atlantik. Der Strassenmirador bei Seixal rahmt den Wasserfall vor der Basaltwand und dem offenen Meer. Der Strassentunnel in diesem Abschnitt wurde in den 2010er-Jahren neu gebaut; der Aussichtspunkt ist nun von einer Bucht an der alten Küstenstrasse erreichbar.

7. Miradouro do Curral das Freiras, Eira do Serrado

Der Aussichtspunkt Eira do Serrado (1.094 m) blickt 800 Meter hinab in die Mulde von Curral das Freiras (das "Nonnental"), einem Ort, ringsum von Vulkanwänden umschlossen. Der Talboden war im 16. Jahrhundert Zufluchtsort der Funchaler Nonnen vor Piratenangriffen. Am Nachmittag füllt sich der Kessel oft mit Wolken, während die umgebenden Gipfel über der Wolkendecke liegen.

8. Miradouro do Cabo Girão — Nebenplattformen

Zusätzlich zum Hauptskywalk gibt es entlang des Levadawegs westlich des Hauptparkplatzes drei weniger besuchte Plattformen. Jede bietet denselben senkrechten Klippenblick mit deutlich weniger Publikum. Fernglas mitnehmen für die kleinen Strände am Klippenfuss (Fajãs do Rancho), die nur per Seilbahn oder Boot zugänglich sind.

9. Monte — Bergstation der Funchaler Seilbahn

Die Seilbahn vom Funchaler Hafen steigt 600 Meter zum Dorf Monte hinauf. Der Blick von der Bergstation und von der Kirchen-Terrasse Montes umfasst Funchal, die Bucht und an klaren Tagen die Desertas-Inseln. Der Abstieg in den traditionellen Korbschlitten (carros de cesto) ist eine touristische Tradition; die Schlitten werden zu Fuss von Fahrern geschoben.

10. Ponta de São Lourenço — Aussichtspunkt auf der Osthalbinsel

Die vulkanische Halbinsel an der Ostspitze Madeiras ist eine dramatische Basalt-und-Tuff-Landschaft, die in den Atlantik hinausläuft. Der PR8-Weg (8 km Rundtour) folgt dem Rücken der Halbinsel mit ständigem Meeresblick zu beiden Seiten. Der Endpunkt am Pedra Furada gibt den östlichen Atlantikhorizont mit dem kleinen Ilhéu da Cevada in der Ferne.

Die Madeira-Route planen

Eine einzelne Madeira-Reise kann angesichts der geringen Inselgrösse (740 km²) bequem alle zehn Aussichtspunkte in einer Woche abdecken. Ein Mietwagen ist ausserhalb des unmittelbaren Raums Funchal essenziell. Die interaktive Karte zeigt das Levada-Netz neben dem Miradouro-Inventar — nützlich für die Wandertage.